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Softbank will 750 Millionen in Roboter-Pizza investieren

In den Lieferfahrzeugen des US-Startups Zume backen Roboter Pizza während der Fahrt. Ein Konzept, das dem Startup jetzt ein enormes Investment bringen könnte.

Auf den ersten Blick steht das kalifornische Startup Zume noch ziemlich am Anfang. Es besitzt derzeit eine Pizzafabrik und drei Foodtrucks, mit denen das Unternehmen die Pizzen in der Umgebung des Firmensitzes in Mountain View ausliefert. Doch in diesen Fahrzeugen steckt eine Technologie, für die Zume ein Patent besitzt. Und dieses Konzept soll Softbank so gut gefallen, dass der Technologiekonzern Berichten zufolge 500 bis 750 Millionen US-Dollar in Zume investieren will. Was steckt hinter dem Startup?

Zume Pizza wurde 2015 gegründet. Das Besondere an Zume ist, dass in der Fabrik speziell für's Pizzabacken entwickelte Roboter mit Menschen zusammenarbeiten. Anschließend werden die Pizzen von Robotern in den Foodtrucks fertiggestellt, während das Fahrzeug unterwegs ist. Das ist gleich in mehrerer Hinsicht interessant. Zum einen ist es Zume so möglich, die Pizza ofenfrisch beim Kunden abzuliefern. Zum anderen erlaubt die automatisierte Arbeitsweise, während der Fahrt zu backen, was in den USA ansonsten verboten ist.

Software prognostiziert Ort und Zeit der nächsten Bestellung 

Bemerkenswert ist zudem die Software, mit der das Startup künftige Bestellungen zu berechnen versucht. Zume sammelt zahlreiche Daten, vom Wochentag, über das Wetter bis hin zu umliegenden Institutionen, um möglichst genau vorherzusagen, wo und wann welche Pizza bestellt wird. Diese Technologie ist für den gesamten Lebensmittelhandel interessant, da sie die Hoffnung weckt, das sogenannte Problem der letzten Meile zu lösen. Denn nach wie vor ist es für Lieferdienste schwer, sicherzustellen, dass verderbliche Lebensmittel in tadellosem Zustand beim Kunden ankommen.

Es gehört zum Geschäftsmodell von Zume, diese Technologie an andere Unternehmen zu verkaufen. Alex Garden, der Zume zusammen mit Julia Collins gegründet hat und zusammen mit ihr die Geschäfte führ, sagte dazu laut dem US-Magazin The Spoon: „Wir haben eine Technologie entwickelt, die es jedem Restaurant ermöglicht, die nächste Stufe ihres Business' zu erreichen.“

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Mit einem Investment von 750 Millionen US-Dollar dürfte das Startup wohl bald mehr als nur drei Foodtrucks haben. Bisher sind laut Crunchbase 48 Millionen US-Dollar in das Silicon-Valley-Startup geflossen, der Großteil davon in der Series B im Herbst 2017.

Softbank ist schon in Liefer-Startups investiert

Zume könnte mit dem Investment des Vision Fund von Softbank global expandieren, wie Bloomberg schreibt. Die Nachrichtenagentur beruft sich dabei auf „Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind“, aber ungenannt bleiben wollen.

Es wäre nicht das erste Food-Investment des japanischen Telekomunikationskonzerns, der sich zuletzt vor allem als Tech-Investor hervorgetan hat. Im März dieses Jahres hatte Softbank 535 Millionen US-Dollar in das Liefer-Startup Doordash gesteckt. Softbank hält außerdem 15 Prozent an Uber, das mit UberEats ebenfalls Lebensmittel liefert. 

In diesem Video könnt ihr euch ansehen, wie die Pizza bei Zume entsteht:

Bild: Getty Images / Steve Jennings / Stringer

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